As a teacher I don’t have to teach! I have to support my students in „learning to learn“

Zur Zeit bin ich gerade in Barcelona am „Microsoft in Education Global Forum“ und führe ich viele spannende, inspirierende und motivierende Gespräche mit Personen aus unterschiedlichen Bildungsbereichen. Am Dienstag und Mittwoch dürfte ich zusammen mit den anderen Expert Educator mein Projekt vorstellen. Dieses wurde ebenfalls erneut von zwei Juryteilnehmer bewertet. In diesem Zusammenhang hatte ich ein sehr spannendes Gespräch mit Joanne McEachen.

Wir haben über mein Projekt gesprochen, (aber auch) über die Veränderungen von traditionellem Unterricht und die Veränderung von Didaktik im 21. Jahrhundert. Als mein Juge fragte sie mich nach meiner Rolle als Lehrperson und nach den Veränderungen des Berufes. Meine Antwort hat begonnen mit…

As a teacher I don’t have to teach! I have to support my students in „learning to learn“.

Der Lehrer kommt von lehren (oder der Teacher von teach) und trotzdem sollte meiner Meinung nach der Anteil, in welchem die Lehrperson aktiv lehrt, so gering als möglich gehalten werden. Im 21. Jahrhundert ist der Informationsfluss riesig, es gibt praktisch keine (lebenden)Universalgenies mehr und wir sind tagtäglich, bewusst und unbewusst am Informationen verarbeiten, suchen, finden, darüber bloggen ( 😉 ),… Wer die richtigen Informationen hat, hat die entsprechende Macht (zumindest für eine gewisse Zeit). Meiner Meinung nach muss deshalb der Lernende lernen zu lernen. Mein Job als Lehrer ist es dabei ihm/ ihr nicht die Informationen zu geben, sondern die Lernaufgaben so zu gestalten, dass meine Schülerinnen und Schüler lernen Informationen und Wissen sich selber zu erarbeiten, zu bewerten und für die Übung weiter zu verarbeiten. Es ist mein Job langfristig dafür zu sorgen, dass meine Lernenden mich nicht mehr benötigen und in diesem Informationsfluss selbstständig sind. Das heisst folglich:

 Als Lehrer sollte ich nicht lehren! Ich sollte meine Lernenden im „Lernen lernen“ unterstützen.

Das Gespräch mit Joanne McEachen ist für mich sehr motivierend. Sie war sehr interessiert und begeistert von meiner Haltung zu Bildung, den Veränderungen des Lernens im 21. Jahrhundert und den Veränderungen des Berufes (, und von meinem Projekt). Was ich (zu meiner Schande?) nicht wusste ist, wer wirklich vor mir steht ausser mein Juge.
Es handelt sich dabei um eine internationale Bildungsführerin, welche ursprünglich aus Neuseeland kommt und heute in der USA lebt/tätig ist. Sie war Lehrerin und Schulleiter und später „National Manager- Student Achievement Function/Professional Development by Ministery of Education of New Zealand“. Heute ist sie President bei „The Learner First“ und Partner bei Collaborative Impact. Joanns Fokus liegt dabei auf den Resultaten und den Grundwerten des aktuellen Bildungswandels.

Von einer Person mit diesem Hintergrund dieses tolle Feedback zu erhalten ist für mich eine Ehre. (Und insgeheim bin ich doch froh, dass ich nicht wusste, wer sie war. Ich wäre in dieser Beurteilungssituation wahrscheinlich um einiges nervöser gewesen.)

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