„TeachMeet“, ein „open-minded“ Event für innovative Ideen oder über den etwas anderen Umgang mit Hausaufgaben

Eine Woche ist seit meiner Reise nach Barcelona zum „Microsoft in Education Global Forum“ vergangen. Langsam aber sicher bin ich wieder bei „back to the basics“ angelangt. Der Drive, die Idee, neuen Visionen und Projekte, die Kontakte, … bleiben erhalten und werden umgesetzt (und ja ihr werdet hier davon noch einiges lesen). Heute möchte ich jedoch nicht darüber schreiben, das heutige Thema ist der „TeachMeet“.

„TeachMeet“ kennt man in der Schweiz (noch) nicht und war für mich in Barcelona auch neu. Ein TeachMeet ist ein organisiertes, aber informelles Treffen von Lehrpersonen. Dabei werden neue, innovative Ideen für den Unterricht oder Bildung geteilt, man gibt Einblicke in die eigene Arbeit, bzw. man erhält Einblicke in die innovativen Arbeiten (mit integrierten Technologien) von anderen Lehrpersonen.
Grundsätzlich war das Forum für mich ein „open-minded“ Event, bei welchem der Tunnelblick keine Chance hat. Der „TeachMeet“ mit den europäischen Forumsteilnehmern fand nach der offiziellen Forums-Agenda bei einem Apero statt und war/ist ein exemplarisches Beispiel für einen „open-minded“ Anlass.
Wer seine Ideen, Visionen oder Unterrichtsprojekte teilen will, schreibt sich entsprechend ein. Anschliessend werden die Referenten ausgelost und erhalten 2 Minuten Präsentationszeit.

Am TeachMeet in Barcelona wurde über Apps, neue Perspektiven mit Makrofotografien (Nahaufnahmen von Popcorn und Co. sehen echt lustig und spannend aus), Reden über Bildung in der Zukunft („I had a dream“ war dabei der perfekte Titel), Bildungs-Games mit der X-Box und das Thema Hausaufgaben „referiert“.
Hausaufgaben und innovativ? Ja! Bram Faems, ein Expert Educator aus Belgien, erzählte von einem früheren Mentor (oder Praktikumslehrer? Wobei diese nicht zur Sache tut). Dieser gab den Jugendlichen jeweils einmal pro Woche eine Hausaufgabe, welche nichts mit der Schule zu tun hat. Schliesslich lernen die Lernenden nicht für die Schule, sondern für ihr Leben oder ihren Alltag. Warum geben wir den Jugendlichen nicht von Zeit zu Zeit die Hausaufgabe das Zimmer aufzuräumen, etwas im Haushalt helfen, den Tisch zu decken, die Grossmutter zu besuchen oder anzurufen, am Wochenende für die Familie den Frühstück zu machen, das Altpapier zu bündeln, …? Die Jugendlichen lernen dabei nicht, welches der höchste Berg ist oder lernen keine neun Wörter der Englisch-Einheit. Sie üben sich in alltäglichen Dingen und lernen einiges für ihre Sozialkompetenzen dazu. Diese sind in der Berufswelt genau so wichtig, wie die fachlichen Kompetenzen. Bram erzählte, dass er die Idee toll fand. Jedoch liess er bei seiner Klasse diese Hausaufgaben von den Eltern jeweils bestätigen, da er dem effektiven Erledigen der Hausaufgaben kritisch gegenüber stand. Die Hausaufgaben wurden wirklich erledigt und die Eltern waren begeistert von dieser Idee. Ein Nebeneffekt dieser Idee ist übrigens der regelmässige Elternkontakt. Ich finde, das ist eine spannende Idee für das nächste Schuljahr.

Der TeachMeet in Barcelona war ein lustiger und spannender Abend und es wäre toll, wenn es solche Events auch in der Schweiz oder im deutschsprachigen Raum geben würde. Also falls ihr was von einem „TeachMeet“ hört, lasst es mich wissen.

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2 Gedanken zu “„TeachMeet“, ein „open-minded“ Event für innovative Ideen oder über den etwas anderen Umgang mit Hausaufgaben

  1. Ich durfte an einem TeachMeet in London dabei sein und präsentieren und muss sagen, dass das richtig genial und informativ war. Ich werde so was bei uns an der Schule mal initiieren.

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