Didacta Basel, Smartphones und „Digital Detox“-Experiment

In diesen Tagen war und ist bei mir so einiges los. Nach der 2nd Scientix Conference in Brüssel am letzten Weekend besuchte ich am Mittwoch die Bildungsmesse Didacta in Basel. Der Themen Schwerpunkt der Didacta Basel lag in diesem Jahr ganz klar bei den neuen Medien, E-learning und BYOD. In der Swisscom-Arena gab es zu diesen Themen viele interessante Vorträge. Ich besuchte den Vortrag von Philipp Wampfler zum Thema „Das Ende der Didaktik: Wie Smartphones schulisches Lernen revolutionieren“. Wie der Titel es schon verrät, war das Referat mit einigen provokanten Aussagen gespickt, die zum Nachdenken angeregt haben. Ein Vortrag im Sinne von zukunftsorientierter Bildung und den 21st Century Skills. Wie ihr euch vorstellen könnt ganz nach meinem Geschmack.

Wie jedes Jahr trifft man an der Didacta einige Personen. Bei den letzten beiden Malen als ich die Messe besuchte, waren das hauptsächlich die Kommilitonen aus der Ausbildung. Durch meine Tätigkeiten als Microsoft Expert Educator, Scientix Ambassador und Bloggerin sah das in diesem Jahr etwas anders aus. So ganz inkognito als „normale“ Lehrperson, wie ich es eigentlich vor hatte, konnte ich dann doch nicht die Messe besuchen. Natürlich war ich unteranderem am Messestand von Innovative Schools und habe das Team von Microsoft in Education Schweiz getroffen. Innovativ Schools unterstützt Schulen in der Planung und Umsetzung von 1:1-Learning Projekten und stellt Lehrpersonen gute und interessante Materialien und Unterrichtseinheiten im Bereich der Medienbildung zur Verfügung.

In der nächsten Woche wird Medienbildung und Smartphones in meinem Unterricht mit meiner Klasse ein Thema sein. Dabei geht es dieses Mal nicht um den Einsatz von Smartphones im Unterricht, sondern um den alltäglichen Umgang mit dem Gerät. Ich habe in letzter Zeit festgestellt, dass meine Lernenden den Zeitvertreib mit dem Smartphone aktuell nicht mehr so ganz im Griff haben. Im Gegenteil das Gerät hat im Moment eher sie im Griff. Für die Jugendlichen ist das Smartphone ein wichtiges Tool um mit ihren Peers zu kommunizieren. Ganz darauf zu verzichten wäre für sie schwierig und macht meiner Meinung nach wenig Sinn. Deshalb ist es mir wichtig, dass sie in der nächsten Woche sich bewusst werden, wann sie das Gerät wozu nutzen und wie viel Zeit wir dazu einsetzen. Dazu verzichten wir 1 Stunde oder halbe Stunde pro Tag auf das Handy. Diese Stunde darf nicht auf die Schlafenszeit oder die Unterrichtszeit gelegt werden. Als Klassenlehrerin mache ich natürlich an diesem Experiment ebenfalls mit. Ich habe mich noch nicht entschieden, ob ich in der Mittagspause oder in der Stunde nach dem Unterrichtsende am Nachmittag diese „Digital Detox“-Stunde einziehe. Während den beiden Zeitpunkten hab ich mein Smartphone sehr oft in der Hand (um Mails zu checken, Nachrichten zu lesen und beantworten, Zeitung lesen, Soziale Netzwerke, …) und der Verzicht wäre für mich am grössten. Ich bin gespannt, wie meine Lernenden und ich das Experiment „überstehen“ werden. Natürlich werde ich euch in einer Woche darüber berichten.

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